
Christin Kamps
Ich bin eine Soul Sister, weil...
...für mich in der Verbindung zwischen Frauen ein Raum entsteht, in dem wir uns wahrhaftig begegnen können. Egal um welchen Themenbereich es sich handelt: Businessgründung oder Weiterentwicklung, Geburt, der Spagat zwischen Kindern und Beruf oder das Behaupten in männlich geprägten Strukturen. Ich glaube fest daran, dass wir einander stärken, wenn wir ehrlich und authentisch bleiben, statt eine Rolle zu spielen. Darum bin ich durch und durch eine Soul Sister.
1. Wofür brennst du?
Als freie Trauerrednerin und Trauercoach ist es mir ein Herzensanliegen, Trauer noch mehr ins Leben zu integrieren. Ich möchte die Trauerkultur so vielfältig und einzigartig, wie jedes Leben, gestalten und weiterentwickeln. Ich glaube an eine Kultur des Abschieds, die das Leben ganzheitlich umarmt: mit seinem Anfang, seinem Ende und allem, was danach in uns weiterlebt. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie viel Heilung in dieser Verbindung liegen kann.
2. Wann warst du zuletzt mutig?
Mut bedeutet für mich, mir und meinem Bauchgefühl zu vertrauen. Mutig sein heißt, vertraute Pfade zu verlassen, auch wenn sie über Generationen gewachsen sind. Vor fast einem Jahr habe ich unser 100 Jahre altes Familienunternehmen geschlossen. Ein Schritt, der sich anfühlte, als würde ich ein ganzes Stück Geschichte loslassen. Aber ich sehe, dass die Zeichen der Zeit auf Veränderung stehen. So habe ich den Schritt in eine neue branchenfremde Selbstständigkeit gewagt. Als freie Trauerrednerin und Trauercoach folge ich meinem Herzensthema. Ich kann hier eine neue Trauerkultur aktiv und individuell mitgestalten und Menschen liebevoll in Krisen begleiten.
3. Was möchtest du anderen frauen sagen?
Es geht in unserem Handeln nicht um Perfektion. Seid mutig, folgt eurem Herzen und geht los. Unterstützt euch dabei gegenseitig. Denn im Kern zählen Authentizität und Wahrhaftigkeit. Sie sind zutiefst menschlich und schaffen eine Verbundenheit, die durch nichts zu ersetzen ist, auch nicht durch Künstliche Intelligenz. Und lasst uns den Blick nicht auf das richten, was nicht geht – sondern auf all das, was möglich ist.
